Die Stadt aus Salz.

Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1617) förderte mit dem nassen Abbau, bei dem das Salz durch Wasser aus dem Stein gelöst wird, gewaltige Mengen des „Weißen Goldes“ und betrieb damit erfolgreich Handel. So verwandelte er den Schatz des Bergs in bare Münze und ließ damit Salzburg zu einer prunkvollen barocken Residenzstadt (die heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählt) ausbauen. Lasst Euch von Wolf Dietrich und seinem tollpatschiger Begleiter Jakobus das spannende Leben des Fürsten erzählen!

Rudi´s Tipp Geeignet für Schulgruppen, Betriebsausflüge, als Gruppen- und Kinderprogramm und Seniorenreisen sowie Einzelpersonen und Familien.

Mehr zur Geschichte finden Sie auch im KELTENMUSEUM Hallein www.keltenmuseum.at, das Sie mit dem Salzwelten-Ticket kostenlos besuchen können.

Wolf Dietrich

 

Historische Daten Bergbau Hallein

 

4000 v.Ch.:

Ansässige Völker nutzen natürliche Solequellen zur Salzgewinnung.

 

Ca. 600 v.Ch.:

Die Kelten bauen Salz erstmals bergmännisch ab. Das prähistorische Stollensystem erreicht 4,5km Länge und 280m Tiefe.

 

200 n.Ch.:

Immer geringerer Salzabbau am Dürrnberg

 

696:

Der Wanderprediger St.Rupert gründet die Abtei St.Peter. Der bayrische Herzog Theodor schenkt ihm 20 Soleschöpfbrunnen zu Reichenhall.

 

1196:

Kampf ums Weiße Gold: Erzbischof Adalbert von Salzburg ließ die Stadt Reichenhall mit ihren Salinen niederbrennen.

 

1210:

In Mühlpach (Hallein) wird eine der ersten Salzpfannen betrieben.

 

1271:

Erste Vereinbarung der Probstei Berchtesgaden mit dem Salzburger Domkapitel über einen grenzüberschreitenden Salzbergbau.

 

1295:

Soldaten des Salzburger Erzbischofs verwüsten die Pfanne Gosau und stecken das Pfannhaus von Aussee in Brand.

 

1315 - 1450:

Anschlag mehrerer Stollen und Erweiterung des Salzabbaus.

 

1530:

Erzbischof Mathias Lang kauft die letzten Midsiederanteile der Halleiner Pfannhäuser und vollendet den jahrhundertelangen Monopolisierungsprozess.

 

1542:

Die Produktion erreicht ein Jahresvolumen von 22.000 Tonnen.

 

1607:

Die ersten Gäste befahren das Bergwerk. Seither wurden annähernd 5 Millionen Besucher verzeichnet.

 

1816:

Einverleibung von Salzburg durch Österreich.

 

1862:

Inbetriebnahme der neu errichteten Gusseisen-Soleleitung, der Augustiner Solstube und der Groß-Saline auf der Pernerinsel.

 

1871:

Verlängerung der Bahnlinie von Salzburg nach Hallein: Dadurch kommt die Salzach-Schifffahrt zum Erliegen und macht hunderte Schiffleute, Kleitzer und Küffer brotlos.

 

1928:

Die Ebenseer Solvay Werke etablieren sich in den unbenutzten Salinenräumlichkeiten.

 

1928 bis 1943:

Lagerstättenerkundung mit fünf Bohrungen auf Initiative des Oberbergmeisters Romed Plank.

 

1971:

Der absolute Spitzenwert mit 72.230 Tonnen Salz pro Jahr wird erreicht. Doch die Speisesalzerzeugung musste an Ebensee abgetreten werden, was eine kostendeckende Erzeugung in Hallein unmöglich machte.

 

1972:

Große Krise im Salzbergbau und der Saline Hallein.

 

1979:

Eröffnung der Groß-Saline in Ebensee. Dadurch düstere Aussichten für die Saline Hallein.

 

31.7.1989:

Die Sole- und Salzproduktion wird in Hallein eingestellt.

 

1994:

Eröffnung der Besucherstrecke und der überirdischen Anlagen.

 

In der 800-jährigen Betriebsgeschichte wurden am Salzbergbau Dürrnberg
ca. 45 Mio m3 Sole bzw. etwa 12 Mio. Tonnen Salz erzeugt!