Antike Kühlschränke

Schon vor etwa 1500 Jahren kannten die Menschen im Fernen Osten die Möglichkeit, Speisen und Getränke zu kühlen. Dazu wird Eis zerstoßen und mit Salz vermengt. Die so entstandene "Kältemischung" kann unter idealen Bedingungen bis -21° abkühlen!

Diese Methode wurde erst Jahrhunderte später von Seefahrern nach Europa gebracht.Dazu wurden im Winter aus der Eisdecke von Seen und Flüssen Eisquader geschnitten, die dann in tiefen Erdkellern mit Stroh bedeckt gelagert wurden. Damit wurden dann im Sommer Getränke gekühlt. Wenn man besonders tiefe Temperaturen benötigte, zerstieß man das Eis und mischte es mit Salz, um die erwähnte Kältemischung zu erzeugen.


Kältemischung

Du benötigst

  • ca. 1/2 kg Eis oder Schnee
  • 150 g Salz
  • Gurkenglas
  • Kochlöffel
  • Hammer
  • Geschirrtuch
  • Packe die Eiswürfel in das Geschirrtuch und lege es auf die schlagfeste Unterlage. Zertrümmere nun die Eiswürfel mit dem Hammer möglichst klein (Aufpassen, dass du nicht deine Finger erwischst!)
  • Fülle nun 2-3 cm davon in das Gurkenglas, darüber streust nun eine etwa 1 cm dicke Schicht Salz, darüber wieder Eis usw.. Rühre jeweils mit einem Kochlöffel um.
  • Stecke nun bevor die Masse zu hart wird, das Thermometer in das Gemisch und verfolge, wie die Temperatur absinkt.

Erklärung

Wenn man Salz und Wasser vermischt, so möchte sich das Salz immer im Wasser lösen. Bei diesem Versuch muss aber erst das Eis geschmolzen werden, bevor sich das Salz im Wasser lösen kann.
Das Eis beginnt an der Oberfläche zu schmelzen, und sofort löst sich das Salz mit dem Wasser. Diese Reaktion benötigt aber auch Wärme, um überhaupt ablaufen zu können. Diese wird der Umgebung entzogen, die dadurch immer weiter abkühlt. Dadurch entstehen Temperaturen bis -21° C!
Diese Technik war bereits den Römern bekannt. Die benutzten damals Salze, die sich an den Wänden der Pferdeställe gebildet hatten. Dabei handelt es sich nicht um Kochsalz, sondern um Salpeter, welches hauptsächlich aus Ammoniumnitrat besteht. Ammoniumnitrat ensteht, wenn Gülle von Bakterien zersetzt wird.Auch die Soldaten Napoleons nutzten diese Technik, die damals aber mehr ein Nebenprodukt der Herstellung von Schießpulver war. Das Schießpulver für die damaligen Gewehre wurde nämlich auch aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel hergestellt.