Salz als Medizin

Die Verwendung von Salz zu Heilzwecken ist wahrscheinlich so alt wie seine gesamte Nutzung. Salz sorgt in unserem Körper dafür, dass die für den Körper lebenswichtige Flüssigkeit gebunden wird, so dass alle Reaktionen und alle Stoffwechselprozesse optimal ablaufen können.

Schon vor mehr als 2.000 Jahren beschrieb der griechische Arzt und Wissenschaftler Hippokrates die Heilwirkung des Meerwassers.
In der Antike und im Mittelalter galten Medikamente auf Salzbasis als reine Wundermittel. Die Haut Neugeborener wurde zu deren Stärkung mit Salz abgerieben. Es wurde in Wundverbänden, Pflastern, Salben, Pudern und Bädern eingesetzt. Besondere Bedeutung maß man der trocknenden und wärmenden Wirkung des Salzes bei. Man streute Salz in Wunden, um Entzündungen zu verhindern – eine mitunter sehr schmerzhafte Prozedur, die in einer entsprechenden Redewendung („Salz in offene Wunden streuen“) Einzug in die deutsche Sprache gefunden hat.

Tipps!

  • In der modernen Medizin wird nach starkem Blutverlust, etwa bei einer Operation oder einem Unfall, eine ca. 1%ige Lösung von Kochsalz in Wasser zur Auffüllung des Blutvolumens verwendet
  • Die Frühjahrsmüdigkeit lässt sich mit einem Bad am Abend mit 10-15g Salz pro Liter Wasser bekämpfen.
  • Schnupfen wird man am einfachsten los, indem man am Morgen die Nase mit einer Kochsalzlösung (ca. 10g Salz auf 1 Liter Wasser) reinigt.  Dazu legst du am besten den Kopf über dem Waschbecken auf die Seite  lässt die Lösung über eine Nasendusche (gibt es in der Apotheke) in das Nasenloch einlaufen.
  • Wenn du unter Halsschmerzen und Heiserkeit leidest, versuche einfach, mit einer Kochsalzlösung zu gurgeln.
  • Falls du einmal unter Schuppenflechte oder Neurodermitis leiden solltest, so empfehlen Hautärzte Bäder in Salzwasser
  • Bei Husten oder Atembeschwerden hilft ein Spaziergang in einem Heilstollen  oder in einer „Gradieranlage“ (Raum, in dem Sole über Tannenreisig rieselt).