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Das älteste Salzbergwerk der Welt, das im Heute für jede Menge Spaß sorgt

Die Geschichte des Ortes Hallstatt ist untrennbar mit der Geschichte des Salzabbaus verbunden. Und die ist mit ihren 7.000 Jahren ein gutes Stückchen älter als der berühmte UNESCO Welterbe-Ort selbst. Aber all diesen geschichtsträchtigen Jahrtausenden zum Trotz – oder vielleicht gerade auch deshalb – ist ein Besuch in den Salzwelten Hallstatt überhaupt nicht old-fashioned: Hier tauchst du in eine faszinierende und abenteuerliche Welt unter Tage ein – gewürzt mit einer ordentlichen Prise Salz und Spaß!

Eine Abenteuergeschichte, die vor 7.000 Jahren beginnt

Wie gesagt: Die Geschichte, auf die der Salzabbau in Hallstatt zurückblicken kann, ist weltweit einzigartig. Schon in der Jungsteinzeit – also vor unfassbaren 7.000 Jahren – haben Menschen hier Salz abgebaut. Das macht Hallstatt zum ältesten Salzbergwerk der Welt! Später gruben die Menschen ausgerüstet mit einfachsten Werkzeugen bis zu 200 Meter tiefe Stollen in den Berg und bauten sogar schon Stiegen, um das „Weiße Gold“ aus den Tiefen des Berges zu transportieren. Wobei der Vergleich mit dem Gold mehr als passend ist, da Salz ein extrem wertvoller Rohstoff war. Denn damit konnte man Lebensmittel haltbar machen. Und wer genug zu essen hatte, konnte überleben. Vom salzigen Wohlstand in prähistorischen Zeiten zeugen die Funde auf dem weltberühmten Gräberfeld im Hallstätter Hochtal. Diesen Gräbern und den durch das besondere Klima in Berginneren perfekt erhaltenen Funden ist es zu verdanken, dass diese Epoche einen eigenen Namen bekam: die „Hallstattzeit“.

Eine Erfolgsgeschichte: Vom 16. Jahrhundert bis heute

Auf diese prähistorische Blütezeit des Salzabbaus folgte eine Periode der Stagnation: Um 350 v. Chr. verschüttete eine Mure das Hochtal meterhoch mit Schutt und Schlamm – nur das Gräberfeld blieb verschont. Der Salzabbau wurde kurzerhand an einer anderen Stelle fortgesetzt. Ab dem 16. Jahrhundert erlebte das Hallstätter Salzwesen einen weiteren Höhenflug: Von 1600 bis ins Jahr 1960 war Hallstatt der bedeutendste Bergbaustandort im gesamten Salzkammergut! Während noch im Jahr 1909 313 Beschäftigte im Bergbaubetrieb über dem Hallstättersee tätig waren, wurde die Hallstätter Saline im Jahr 1965 geschlossen. Allerdings wird heute noch Sole an diesem Standort produziert: pro Jahr knapp eine Million Kubikmeter. Über ein 40 km langes Pipelinesystem wird die Sole in die Saline nach Ebensee geleitet, wo sie zu verschiedensten Salzen verarbeitet wird. Übrigens: Die Soleleitung gibt es schon seit dem Jahr 1595, was sie zur ältesten Pipeline der Welt macht. Damit ist das Salzkammergut die älteste Industrie- und Kulturregion weltweit, in der seit 7.000 Jahren durchgängig bis heute Salz produziert wird. Und die Salinen Austria AG eines der ältesten Unternehmen der Welt. Und das Bergwerk? Das kann man heute als Besucher in aller Ruhe besichtigen und sich dabei auf die Suche nach Abenteuern und Geschichte(n) machen!

Salzwelten Hallstatt: Ein abenteuerlicher Rutsch durch die Jahrtausende

Ein Besuch in den Salzwelten Hallstatt ist wie eine eineinhalbstündige Zeitreise durch 7.000 Jahre Geschichte: Wenn man die grob behauenen Stollenwände unter den Händen fühlt. Wenn man über die 64 Meter lange Bergmannsrutsche saust. Wenn man mit der Grubenbahn wieder ans Tageslicht rattert. Aber: 400 Meter unter Tage erweckt auch modernste Multimediatechnik die Geschichte des bronzezeitlichen Bergbaus wieder zum Leben.

Sieh an! Was hat die älteste Stiege Europas mit dem Bronzezeit-Kino zu tun?

Hast du gewusst, dass sich in den Salzwelten Hallstatt die älteste Holzstiege Europas befindet? Sie ist fast 3.400 Jahre alt! Natürlich geht niemand mehr über diese Stufen, aber du kannst die prähistorische Steighilfe im Bronzezeit-Kino bewundern. Kino und Bronzezeit? Wie passt das bitte zusammen? Das ist leicht erklärt: Im Jahr 2002 wurde die hölzerne Steighilfe im prähistorischen Teil des Salzbergs gefunden. Untersuchungen durch Wisseschafter*innen des Naturhistorischen Museums Wien haben ergeben, dass über diese Treppe im Jahr 1344 v. Chr. Menschen das „Weiße Gold“ hinaus aus dem Berg geschleppt haben. Heute hat das wertvolle Exponat seinen Platz wieder 400 Meter unter der Erde im „Bronzezeit-Kino“ gefunden. Dabei lässt eine lebensechte Animation, die auf das Original-Exponat projiziert wird, den harten Arbeitsalltag der bronzezeitlichen Bergleute lebendig werden. Fast glaubt man, mittendrin im Geschehen vor 3.400 Jahren zu sein. So schlägt das Bronzezeit-Kino mit Hilfe von Hightech eine Brücke von der Vergangenheit ins Heute.


Tanjas Tipp: Eine VIP-Tour zu geheimen Plätzen & verborgenen Schätzen

Du möchtest die Salzwelten Hallstatt einmal exklusiv im kleinen Kreis erleben? Mit dem eigenen Privat-Guide? Der mit dir an Orte geht, die abseits der üblichen Wege liegen? Der dir die Hintergrund-Stories erzählt? Dann ist eine VIP-Tour durch die Salzwelten Hallstatt genau das Richtige für dich! Mit deinem privaten Guide erkundest du die verborgenen Geheimnisse des ältesten Salzbergwerks der Welt. Dein Guide holt dich und deine VIP-Gruppe (max. 10 Pers.) direkt vom reservierten Parkplatz bei der Salzbergbahn ab und fährt mit euch gemeinsam ins Hochtal. Wenn du vorher Bescheid sagst, was dich besonders interessiert, dann werden bei der Tour entsprechende Schwerpunkte gesetzt. Eine coole Sache wartet im VIP-Raum: Ausgestattet mit VR-Brillen begibst du dich auf eine virtuelle 3D-Entdeckungstour durchs bronzezeitliche Bergwerk. Diese vierstündige VIP-Tour ist etwas für alle, die glauben, schon alles gesehen zu haben! Anmeldung und weitere Infos unter +43 (0) 6132 200 2400 oder info@salzwelten.at


In den Salzwelten Hallstatt begleitet dich der Hauch der Geschichte auf Schritt und Tritt! Ach ja, und ganz nebenbei macht der Besuch auch noch jede Menge Spaß! Hol dir am besten gleich dein Ticket für die Salzwelten Hallstatt mit allem, was dazugehört:

  • Eintritt und Führung Salzwelten Hallstatt
  • Salzbergbahn, Panoramalift und Aussichtsbrücke
  • Aussichtsplattform Skywalk „Welterbeblick“
  • Ausstellungen im Rudolfsturm und im Knappenhaus
  • Begehbares Schaugrab
  • Themenweg über das Hallstätter Hochtal „Weg durch die Zeiten" mit Zusatz-Infos über die gratis Audio-Guide-App

Die Meilensteine des neuzeitlichen Bergbaus in Hallstatt 

um 350 v. Chr.

florierender Bergbau kommt durch großen Murenabgang zum Erliegen:
gesamtes Hochtal – mit Ausnahme des Gräberfeldes – wird meterhoch verschüttet

350 v. Chr.-400 n. Chr. Fortsetzung des Salzabbaus an neuer Stelle
1284 Rudolfsturm wird zum Schutz des Salzbergbaus gebaut
1311 Hallstätter Salzwesen wird erstmals urkundlich erwähnt
(Marktrecht wird durch Königin Elisabeth verliehen)
1511

Klause in Steeg wird errichtet – dadurch steigt der Spiegel des Hallstätter Sees
um einen Meter (!) – damit wird das Fahrwasser für Salzzillen auf der Traun geschaffen

1595-1604 40 km lange Soleleitung von Hallstatt zur neu errichteten Saline in Ebensee wird errichtet –
Hallstatt wird zum wichtigsten Soleversorger für Ebensee
1600-1960 Hallstatt ist bedeutendster Bergbaustandort im Salzkammergut!
1846-1863 Bergmeister Johann Georg Ramsauer lässt auf Gräberfeld im Hochtal 980 Gräber freilegen und dokumentiert die Funde präzise
1874 der schwedische Archäologe Hans Hildebrand prägt wegen der umfangreichen Funde im Hochtal den Begrif
„Hallstattkultur“ für die ältere Eisenzeit (800 – 400 v. Chr.) – Bezeichnung „Hallstattzeit“ etabliert sich
1909 313 Beschäftigte arbeiten im Bergbaubetrieb
1965 Schließung der Hallstätter Saline
2008 40 Beschäftigte produzieren 605.000 m³ Sole pro Jahr mit einem Inhalt von 180.000 Tonnen Salz

 

Salzwelten
Audio Guide App

Hier können Sie sich Ihren Audioguide für die Salzwelten herunterladen. Es sind die Standorte Hallein, Hallstatt und Altaussee auf dieser App zusammengefasst.