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Salzwelten Altaussee: 700 Jahre Steinbergstollen

(Altaussee, Dezember 2019) Im Jahr 1319, also vor genau 700 Jahren, wurde mit dem Bau des Steinbergstollens im größten aktiven Salzbergwerk Österreichs begonnen. Auch in den Weihnachtsferien können sich interessierte Besucher über die wechselhafte Geschichte in den Salzwelten Altaussee informieren.

Mit damaligen Mitteln betrug der Vortrieb maximal 10 cm pro Tag. 350 Meter tief in den Berg mussten sich die Bergmänner durch den Kalk arbeiten bis sie das reiche Salzvorkommen erreichten. Geht man davon aus, dass jeden Tag gearbeitet wurde, brauchten sie gut neuneinhalb Jahre, um an das „Weiße Gold“ zu gelangen. 700 Jahre später werden für den Bau von Stollen moderne Bergbau-Maschinen eingesetzt. „Bei regulären Stollenprofilen schaffen die Bergmänner heute inklusive Abtransport des Materials rund 1,60 Meter pro Tag“, so der Bergbau-Betriebsleiter Altaussee Michael Lanthaler von der Salinen Austria AG. Während der Führungen wird intensiv auf das Thema Bergbau eingegangen und die moderne Förderung mittels Bohrlochsonde anschaulich erklärt.

Wechselhafte Geschichte
Über den Steinbergstollen wurden zwischen 1943 und 1945 unbezahlbare Kunstwerke, darunter ein Teil von Hitlers Raubkunst, versteckt. Zu Kriegsende wollten die Nationalsozialisten die Kunstwerke vernichten und die Stollen sprengen. Die spannende Geschichte, wie die Kunstgüter von den Bergmännern gerettet wurden erzählt der kürzlich gezeigte Fernsehfilm „Ein Dorf wehrt sich“ von Gabriele Zerhau mit Fritz Karl in der Hauptrolle. Über ein Monat wurde in den Salzwelten Altaussee an Originalschauplätzen gedreht. „2019 haben wir außerdem eine 400.000 Euro Schaustelle zu diesem Thema am Originalschauplatz eröffnet, wo unsere Gäste auf 270 m² viel über diese Geschichte erfahren sowie Originale und Repliken bewundern können“ freut sich Kurt Reiter, der Geschäftsführer der Salzwelten GmbH. Ab Dezember 2019 werden die Bilder „Stille Helden“ von Oskar Stocker, die viele Beteiligte der Kunstgüterbergung zeigen, ebenso in den originalen Regalen aus dem 2. Weltkrieg präsentiert.

Fremdenbefahrung: „Für Gäste geöffnet“
Seit den 1920er Jahren geht es für Besucherinnen und Besucher durch den Steinbergstollen in das Schaubergwerk. Höhepunkte der Führung sind die Stollen aus purem Steinsalz, die Barbarakapelle und ein unterirdischer Salzsee mit Seebühne, wo noch heute ausgewählte Lesungen und Konzerte stattfinden. Die Salzwelten Altaussee sind auch in den Weihnachtsferien geöffnet, die reguläre Saison startet am 28. März 2020.


Pressekontakt

Mag. Harald Pernkopf
+43 6132 200 2489
Salzbergstraße 21
4830 Hallstatt

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Salzwelten
Audio Guide App

Hier können Sie sich Ihren Audioguide für die Salzwelten herunterladen. Es sind die Standorte Hallein, Hallstatt und Altaussee auf dieser App zusammengefasst.