Die Geschichte vom Salz in Hallstatt entdecken

Salz konserviert, das weiß doch jedes Kind. Drei Bergleuten wurde dieser Umstand im April 1734 auf gruselige Weise vor Augen geführt: Sie entdeckten bei ihren Arbeiten unter Tage die gut erhaltene Leiche eines Mannes! Kleidung, Haut und Haare ließen sogleich den Schluss zu, dass der Fund hunderte Jahre alt sei und man begrub ihn als Heiden außerhalb der Friedhof-Mauern. Heute wird vermutet, dass der Mann wohl schon im 1. Jahrtausend v. Chr. einem Grubenunglück zum Opfer fiel.
Nahe am Fundort erzählt Bergmann Sepp die spannende Geschichte des "Mannes im Salz".

Jeden Sommer führen die Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien Grabungen im Hallstätter Hochtal und im Salzbergwerk Hallstatt durch.

Die wissenschaftlichen Arbeiten rund um den Hallstätter Salzbergbau werden seit mehr als 50 Jahren im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen dem Naturhistorischen Museum Wien und der Salinen Austria AG sowie den Salzwelten durchgeführt bzw. finanziert. Auch die Besucher der Salzwelten leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag: 10 Eurocent pro Salzwelten-Ticket werden neben einem fixen Pauschalbetrag der Forschung zur Verfügung gestellt.

Anhand der Funde erstellen die WissenschafterInnen ein Lebensbild der Menschen von damals, das interessante Erkenntnisse zeigt: Neue Lebensbilder zum Prähistorischen Salzbergbau

Interessante Berichte zu den Fortschritten der Archäologen bei Ihren Grabungsarbeiten im Hallstätter Salzberg: Blog "Älteste Holzstiege Europas"

Das Projekt "Sparkling Science" bringt jungen Menschen die faszinierende Welt der Wissenschaften näher, auch hier arbeiten die Salzwelten Hallstatt mit dem Naturhistorischen Museum Wien zusammen: Blog "Holz für Salz"

Historische Daten Bergbau Hallstatt

 

5000 v. Chr.

Ein 1838 gefundener jungsteinzeitlicher Pickel aus Hirschgeweih wurde vermutlich zum Salzabbau verwendet.

ab 1500 v. Chr.

Die ältesten konkreten Nachweise für einen organisierten Bergbaubetrieb stammen aus der mittleren Bronzezeit.

1344 v. Chr.

Bau der bestens erhaltenen Holztreppe.

800 – 400 v. Chr.

Blütezeit des prähistorischen Bergbaus bis in eine Tiefe von 200 m in der sog. Hallstattzeit.

um 350 v. Chr.

Ein großer Murenabgang bringt den Bergbau zum Erliegen. Das gesamte Hochtal mit allen Betriebsanlagen wird meterhoch überschüttet.

350 v. Chr. – 400 n. Chr.

Fortsetzung des Salzabbaus an neuer Stelle.

1284

Errichtung des Rudolfsturms zum Schutz des Salzbergwerks.

1311

erste urkundliche Erwähnung des Hallstätter Salzwesens (Verleihung des Marktrechtes durch Königin Elisabeth)

1511

Thomas Seeauer errichtet die Steeger Klause: Damit konnte der Spiegel des Hallstätter Sees angehoben werden, um das nötige Fahrwasser für die Salzzillen in der Traun bereitzustellen.

1595 – 1604

Errichtung der 40 km langen Soleleitung von Hallstatt zur neuen Saline in Ebensee. Rasch wachsende Bedeutung des Hallstätter Bergbaus als wichtigster Sole-Lieferant.

1600 – 1960

Hallstatt ist der bedeutendste Bergbaustandort im Salzkammergut und wird erst in den 60er-Jahren des 20. Jhdts. von Altaussee überholt.

1846

Beginn der systematischen Erschließung des weltberühmten Gräberfeldes durch Bergmeister Ramsauer. Die umfangreichen Funde gaben der älteren Eisenzeit (800 – 400 v. Chr.) den Namen „Hallstattzeit“.

1909

313 Beschäftigte arbeiten im Bergbaubetrieb.

1965

Schließung der Hallstätter Saline.

2008

40 Beschäftigte produzieren jährlich 605.000 m³ Sole mit einem Salzinhalt von 180.000 Tonnen.

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